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Presseerklärung zum 54. Jahrestag des Tibetischen Volksaufstands
"Schaut auf Tibet!" - 1236 Bürgermeister zeigen Flagge
Press Release in English (PDF)
Stand 8. März 2013, 13 Uhr – 1236 Teilnehmerstädte
1236 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland hissen am 10. März auf ihren Rathäusern, öffentlichen Gebäuden und im Internet die Flagge Tibets, darunter die Landeshauptstädte Hannover, Magdeburg, Potsdam, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden, sowie das Parlament des Bundeslandes Freie Hansestadt Bremen. Sie bekräftigen damit im Namen von Tausenden von Bürgern das Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und protestieren gegen die Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur, Religion und nationalen Identität. Aufgerufen zu dieser Aktion hat zum 18. Mal in Folge die Tibet Initiative Deutschland e.V.
107 Menschen haben sich seit März 2009 selbst in Brand gesetzt, um gegen Chinas Herrschaft zu protestieren und auf die wachsende Unterdrückung aufmerksam machen, der sie in allen Lebensbereichen ausgesetzt sind. Diese Menschen begingen nicht ‚Selbstmord’, weil sie aus persönlichen Gründen verzweifelt waren, sondern sie wollten ein Fanal setzen, ein Licht werfen auf die unhaltbaren Zustände in ihrer Heimat. Es ist das äußerste gewaltlose Mittel des Protests gegen die chinesische Unterdrückung, das den Tibetern geblieben ist.
„Als Ernst Reuter vor über 60 Jahren auf dem Höhepunkt der Berlin-Blockade die ‚Völker der Welt’ aufrief ‚Schaut auf diese Stadt!’ und sie beschwor, für ‚die gemeinsamen Ideale’ einzustehen und Berlin nicht aufzugeben, da haben wir Unterstützung bekommen,“ sagt Monika Deimann-Clemens, die Koordinatorin der Aktion. „Heute die Tibetflagge zu hissen, ist ein Zeichen, daß wir Tibet nicht aufgegeben haben! Die Globalisierung unserer Welt betrifft nicht nur Wirtschaft, Finanzen und Umwelt, sie nimmt uns auch in die Verantwortung, wenn, wo auch immer, die grundlegenden Rechte von Menschen verletzt werden.“
Die anhaltende Unterstützung der tibetischen Sache durch Hunderte von Bürgermeistern, Oberbürgermeistern und Landräten auch nach dem Rückzug des Dalai Lama aus allen politischen Funktionen zeigt auch, daß es bei der Teilnahme an der Flaggenaktion nicht allein um eine Sympathiebekundung für den Friedensnobelpreisträger geht, sondern um eine Anerkennung und Bekräftigung der Rechte des tibetischen Volkes.
So signalisieren die Teilnehmer den Tibetern, daß wir sie nicht vergessen haben und ihre Lage ernst nehmen; sie signalisieren den deutschen Politikern, daß für uns die Wahrung der Menschenrechte und der demokratischen Freiheiten universelle Gültigkeit hat und auch sie gefordert sind, an einer Lösung des Tibetproblems aktiv mitzuarbeiten; und schließlich signalisieren sie den Politikern in Peking – das neue Politbüro nimmt in diesen Tagen seine Arbeit auf –, daß es an ihnen ist, endlich ernsthafte Verhandlungen mit der tibetischen Seite aufzunehmen. Denn noch ist die Tür offen...
Die Tibet Initiative Deutschland dankt den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Landrätinnen und Landräten für ihre Unterstützung der tibetischen Sache und ihr Eintreten für die universelle Gültigkeit demokratischer Werte.
1949/50 wurde das souveräne Tibet von der Volksrepublik China völkerrechtswidrig besetzt und 1951 annektiert. Am 10. März 1959 erhoben sich die Tibeter in Lhasa gegen die chinesischen Besatzer. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87.000 Tibeter ums Leben. Am 17. März 1959 floh der Dalai Lama vor dem Zugriff der Chinesen ins Exil nach Indien.
Teilnehmer 2013 (Stand 8. März): Baden-Württemberg 184, Bayern 188, Berlin 4, Brandenburg 27, Bremen 11, Hessen 234, Mecklenburg-Vorpommern 19, Niedersachsen 116, Nordrhein-Westfalen 128, Rheinland-Pfalz 126, Saarland 33, Sachsen 80, Sachsen-Anhalt 56, Schleswig-Holstein 20, Thüringen 10
Die PRESSESCHAU finden Sie bei Facebook unter
https://www.facebook.com/tibetflagge
Gerne füge ich Ihre PM oder einen Artikel aus der Presse hinzu,
wenn Sie mir den entsprechenden Link schicken.
Für weitere Informationen und Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:
Monika DEIMANN-CLEMENS
Koordination Flaggenaktion
Tel. 06047 - 78 16 • Mobil: 0174 -789 63 36
Email: tibetflagge@web.de

